Zur Startseite

Feuerwehr Riedlingen unterstützt bei der "Markungsputzete" in Riedlingen

Am Samstag fand die "Markungsputzete" in Riedlingen statt. Die Feuerwehr Riedlingen, das DRK, das THW sowie die Führungsgruppe der Feuerwehr Riedlingen unterstützten die Aktion bei der Durchführung und Koordination.  Im Feuerwehrgerätehaus Riedlingen wurde die Einsatzzentrale aufgebaut und die Personen die in den einzelnen Gebieten sammelten, wurden von  Mitgliedern der Feuerwehr, des THW und des DRK betreut und verpflegt.

Bild: Thomas Warnack

Bericht Schwäbische Zeitung vom 21.10.2019:
Trotz Regens: Knapp 240 Helfer bei der Gemarkungsputzete in Riedlingen im Einsatz
Die Gelbwesten waren am Samstagmorgen in Riedlingen unterwegs. Aber nicht, um gegen die Regierung zu demonstrieren, sondern im Gegenteil: um aktiv dazu beizutragen, dass etwas besser wird. Im Rahmen der Gemarkungsputzete haben sich trotz Dauerregens fast 240 Männer und Frauen eingefunden, um Riedlingen von Müll zu befreien. Was auch gelang: Säckeweise wurde Müll aus Büschen, an Straßenrändern und aus Wiesen geholt. Und manchmal auch Müll der etwas größeren Sorte.
Die Trupps mit den gelben Warnwesten waren nicht zu übersehen. Überall im Stadtgebiet Riedlingen sowie in Daugendorf, Grüningen, Pflummern und Zell-Bechingen streiften sie in Kleingruppen vom frühen Morgen an durch die Straßen. Um 8 Uhr begann die Aktion. Trotz des Regens waren viele gekommen. ,,Alle sind mit Freude dabei um Riedlingen aufzuräumen“, meint Klaus Teschner. Der Jufo-Vorsitzende streift mit einigen anderen durchs Unterried, während im Oberried etwa die Schützengilde unterwegs ist. „Mit den Kameraden zusammen macht es immer Spaß!“, sagt Michael Hoffmann. Auch Antonia Ulrich fand die Aktion gut, aber sie meint man sollte das regelmäßig machen. Diese Meinung teilen noch mehr Leute. ,,Es wird ja auch regelmäßig Müll produziert.“ Aber viellicht wäre das Frühjahr besser, heißt es von weiteren Teilnehmern, weil sich so mancher Müll im Herbst unter den Blättern versteckt.
Vorbereitet worden war diese große Gemarkungsputzete von der Stadt Riedlingen gemeinsam mit Hilfsorganisationen. In einer ersten Arbeitsgruppe mit Riedlingens Hauptamtsleiter Christian Simon, dem Stadtbrandmeister Stefan Kuc und dem Feuerwehrmann und städtischen Mitarbeiter Ralph Grünacher wurden Grundlagen gelegt. Danach gab es Runden, an denen auch das DRK und das Technische Hilfswerk Riedlingen beteiligt waren.
Vertreter dieser Organisationen sind auch am Samstag in der Einsatzzentrale im Feuerwehrgerätehaus zu finden. Hier läuft die Organisation zusammen, hier werden die Listen mit den Teilnehmern rückgemeldet, hier wird die Ausgabe der Verpflegung organisiert, aber hier wird auch angerufen, wenn große Müllstücke gefunden werden. Dann machen sich Helfer der Organisationen und des Bauhofs mit Lkws auf den Weg, um die direkt aufzuladen.
Und gefunden wird an diesem Morgen einiges: ein Kühlschrank wurde gefunden, große rostige Lastwagenräder, ein alter Bürostuhl. Vom Fernseher bis zum Fahrrad waren einige größere Gerätschaften dabei. Aber daneben natürlich jede Menge Kleinmüll: Vor allem Plastikmüll wurde vom Wegesrand in die blauen Müllsäcke gepackt, sogar originalverpackte Lebensmittel wie Lachs oder Jeallybeans und auch Zigarettenschachteln, Flaschen und Scherben. Säckeweise.
Von einigen Vereinen haben sich Mitglieder für die Hilfsaktion gemeldet. Das Spektrum reicht von B wie Badmintonverein bis S wie Stadtmusik oder Schwimmverein. Aber auch Kindergartenkinder und Flüchtlinge haben sich beteiligt. Im Vorfeld konnten sich Gruppen für ein Gebiet eintragen. Wer wo entlanggeht, wurde am jeweiligen Treffpunkt festgelegt.
So am Treffpunkt „Alte Gärtnerei“ an der Goldbronnenstraße. Dort wurden die Trupps für die Grüninger Siedlung und die Altheimer Siedlung losgeschickt. 34 Männer, Frauen und Kinder haben sich für den Bereich gemeldet. Vornehmlich von Vereinen. In dem Bereich waren etwa Mitglieder der TSV Schwimmabteilung und der Stadtmusik unterwegs. Aber auch Privatleute. Den Helfern wurde von den drei Feuerwehrleuten Stefan Lorencic, Fabian Rebstock und Oliver Mazzola Stadtpläne in die Hand gedrückt und dann vereinbart, wer welche Straße übernimmt.
Gegen 11 Uhr ist schon einiges geschafft – und die Helfer auch ganz schön nass. So wie Anja und Günther Graul von der Schwimmabteilung, die gerade einen warmen Tee trinken. Mit ihren drei Kindern sind sie unterwegs. Doch die Kinder sind mit ihren Matschhosen besser ans Wetter angepasst. Die Hosen der Erwachsenen sind dagegen regennass. Es sei eine Art Familienausflug gewesen, erzählen sie. Und sie hoffen auch auf einenpädagogischen Effekt bei ihren Kindern, wenn die selbst Müll sammeln müssen. Gerade entlang der Schülerstrecke von Realschule/Gymnasium zu Rewe und Lidl findet sich jede Menge Müll, erzählen die Helfer. Und auch auf leeren Wiesen. In den kleineren Straßen ist die Ausbeute dagegen geringer.
Gegen 13 Uhr sind alle Rückmeldungen mit den Teilnehmerzahlen eingegangen. 238 Helfer waren bei der Aktion dabei, davon 189 Privatpersonen. Christian Simon ist mehr als zufrieden: Im Vorfeld hatte er mit 50 bis 100 Helfern gerechnet. Angemeldet waren 208 und nun waren es trotz Regens doch noch mehr. Und schneller fertig war man auch: ,,Viele Hände schnelles Ende“, hieß es etwa Philipp Tröscher. Und recht hatte er.
Bericht: Schwäbische Zeitung

Bild: Thomas Warnack
Bild: Feuerwehr Riedlingen
Bild: Thomas Warnack
Bild: Thomas Warnack
Bild: Feuerwehr Riedlingen
Bild: Feuerwehr Riedlingen
Bild: DRK
Bild: DRK
Bild: Stadtverwaltung Riedlingen